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PARODONTITISBEHANDLUNG

PARODONTITISBEHANDLUNG

Die Parodontitis ist eine bakteriell bedingte Entzündung des Zahnhalteapparates.

Sie äußert sich zunächst durch Zahnfleischbluten und -schmerzen. Unbehandelt führt die Erkrankung zum Rückgang des Zahnfleischs, zur Schädigung des Kieferknochens sowie zur Lockerung und schließlich zum Verlust des Zahns. Parodontale Erkrankungen sind der Hauptgrund für den Verlust von Zähnen bei Erwachsenen. Zudem ist erwiesen, dass sich eine Parodontitis auf die Allgemeingesundheit auswirken und Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen, einen Diabetes schwerer einstellbar machen oder eine Schwangerschaft negativ beeinflussen kann.

Durch die Therapie kann die Krankheit nicht rückgängig gemacht, sondern nur der Ist-Zustand erhalten bleiben bei entsprechender Mitarbeit des Patienten.

ENTSTEHUNGSFAKTOREN FÜR PARODONTITIS

  • Zahnbelag (Plaque)

  • Rauchen

  • Kontinuierliche Einnahme von Medikamenten

  • Chronische Erkrankungen wie Diabetes
     

Die PA-Behandlung umfasst die Vorbehandlung, die eigentliche PA-Behandlung und die Nachsorge.

VORBEHANDLUNG

Die Vorbehandlung wird an drei Terminen durchgeführt. Dabei wird eine genaue Schleimhautuntersuchung durchgeführt, Zahnstein entfernt, die Zahnfleischtaschentiefen gemessen, eine individuelle Putzanleitung erstellt, eine Mundschleimhautsalbe aufgebracht, ein Panoramaröntgenbild erstellt (falls keines unter 6 Monaten vorhanden ist) und evtl. scharfe Kanten an Füllungen oder Zahnersatz entfernt.

PARODONTITIS-BEHANDLUNG

Bei der PA-Behandlung werden unter lokaler Anästhesie die Zahnfleischtaschen gründlich mithilfe von Scalern und Ultraschall gereinigt. Sie wird in der Regel nur in einer Hälfte der Mundhöhle durchgeführt. Am darauffolgenden Tag sollte die andere Hälfte behandelt werden, um eine Rekontamination der bereits gereinigten Seite zu verhindern.

Je nach Ausprägung der Erkrankung können weitere Behandlungsmethoden angezeigt sein:

MIKROBIOLOGISCHE ÜBERPRÜFUNG

In einigen Fällen ist es sinnvoll, eine mikrobiologische Überprüfung vorzunehmen. Dafür entnehmen wir eine Speichelprobe, die im Labor analysiert wird. So werden die vorhandenen Bakterien bestimmt und eine antibakterielle Therapie kann gezielt auf Sie abgestimmt werden.

ANTIBAKTERIELLE PARODONTITISTHERAPIE

Eine hartnäckige Parodontitis können wir lokal mit dem PerioChip® behandeln. Dieses kleine Gelatineplättchen enthält einen antibakteriellen Wirkstoff und wird in die Zahnfleischtasche gelegt, wo es diesen Wirkstoff kontinuierlich abgibt. Anschließend wird der Chip vom Körper selbsttätig abgebaut. 

 

PARODONTITIS-NACHSORGE (UPT)

Nach einer erfolgreichen Parodontitisbehandlung ist die Nachsorge besonders wichtig, damit die Erkrankung nicht wieder ausbricht. Die unterstützende Parodontitistherapie (UPT) umfasst die regelmäßige Kontrolle der Zahnfleischtaschen und professionelle Zahnreinigungen in individuell auf Sie abgestimmten Abständen.

 

Die gesetzlichen Krankenkassen unterstützen den Zahnerhalt durch eine PA-Behandlung. Wir beraten Sie hierzu gerne.